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Während sich die Bundesliga noch im kurzen Winterschlaf befindet, werfen wir einen Blick auf die Leistungen in der ersten Saisonhälfte.

 

FC Bayern München

Was kann man zu diesem Team noch sagen? Es ist das Maß aller Dinge, die Meisterschaft ist sicherer als unsere Rente. Einzig in der Champions League kann der FCB Kontrahenten auf Augenhöhe finden wie etwa Real Madrid.

 

VfL Wolfsburg

Die finanzstarken Niedersachsen befinden sich auf klarem Champions-League-Kurs. Die Verpflichtung von Kevin de Bruyne war goldrichtig, der blonde Belgier ist eine wahre Augenweide am Ball.

 

Bayer Leverkusen

Die Rheinländer begannen imposant, hatten dann eine leichte Schwächephase mitsamt Orientierungslosigkeit, kamen aber zurück in den Kampf um die CL-Plätze. Alleine wegen Hakan Calhanoglu lohnen sich Stadionbesuche mit Leverkusener Beteiligung.

 

FC Schalke 04

Licht und Schatten, aber immer noch in Schlagdistanz zu den Rängen, die die Königsklasse bedeuten. Dort wird das Ende gegen Real Madrid im Achtelfinale kommen. Alles andere wäre eine mittlere Sensation.

 

FC Augsburg

Die Schwaben sind die positive Überraschung der Hinrunde. Mit einem klug zusammengestellten Kader und einem vielfach immer noch unterschätzten Trainer Markus Weinzierl hat sich der FCA im vorderen Tabellendrittel etabliert. Übrigens ohne ein einziges Unentschieden.

 

TSG Hoffenheim

Nach Jahren der Konzeptlosigkeit hat Coach Markus Gisdol dem einstigen Dorfverein Kontinuität und einen Plan zugeführt. Mit Roberto Firmino hat die TSG einen Ausnahmekönner in ihren Reihen, der mittelfristig bei einem großen Klub landen wird.

 

Hannover 96

Die „Roten“ sind das Durchschnittsteam schlechthin der Liga. Zu gut für den Abstiegskampf, aber auch nicht konstant genug für die Europa League. Durch den Boykott der Ultras gleicht die Stimmung im Stadion freilich einem Aufenthalt in einer Bücherei.

 

Eintracht Frankfurt

Sage und schreibe 68 Tore fielen bei den 17 Partien der SGE in der Hinrunde. Thomas Schaaf hat das Offensivgen aus Bremen mitgebracht. Alex Meier ist der heißeste Spieler der Bundesliga, steht mit 13 Treffern an der Spitze der Torjägerliste.

 

SC Paderborn 07

Nicht wenige erwarteten einen Fürth-ähnlichen Daueraufenthalt im Tabellenkeller, doch Trainer Andre Breitenreiter und seinen wackeren Ostwestfalen haben sich beeindruckend geschlagen. Der Vorsprung auf den Relegationsrang ist klein, der Klassenerhalt aber realistisch.

 

1. FC Köln

Mit Manager Jörg Schmadtke und Trainer Peter Stöger haben die Kölner zwei kreative Querdenker in ihren Reihen, die der Liga gut tun. Der FC steht nicht unbedingt für den attraktivsten Fußball, dafür ist die Stimmung bei jedem Heimspiel beeindruckend.

 

1. FSV Mainz 05

Mit dem Aus in der Europa League gegen Asteras Tripolis aus Griechenland haben sich die Rheinhessen genauso blamiert wie mit der DFB-Pokalpleite beim Chemnitzer FC. Einem Zwischenhoch in der Meisterschaft folgte wieder eine Tendenz nach unten. Der Abstieg bleibt ein Thema.

 

Hertha BSC

Siehe Mainz, nur ohne Europapokal. Im Pokal flog die „Alte Dame“ beim Drittligisten Arminia Bielefeld raus. Bis zum Ende geht es einzig um den Klassenerhalt.

 

Hamburger SV

Nicht wenige würden einen Abstieg des „Dinos“ als verdient ansehen. Nach der Ausgliederung der Profiabteilung aus dem e. V. ist zumindest nichts Sichtbares besser geworden. Trainer Jo Zinnbauers Elan verpufft bisweilen, viele taktische Manöver bedeuten nicht zugleich viele Punkte.

 

VfB Stuttgart

Die Schwaben sind ein weiterer Traditionsverein, der bis zum Ende gegen den Absturz in die 2. Liga kämpfen wird. Der Rücktritt von Armin Veh sowie die Rückkehr von Huub Stevens auf die Trainerbank waren eine beispiellose Seifenoper.

 

Werder Bremen

Viktor Skripnik beerbte den glücklosen Robin Dutt an der Seitenlinie und impfte den Grün-Weißen wieder das alte Werder-Feeling ein. Viele junge Akteure fanden den Weg in die Startelf, das Zuschauen machte wieder Freude. 39 Gegentore sind aber das Problem, niemand kassierte mehr.

 

Borussia Dortmund

Der BVB ist quasi das Team der Hinrunde, wenngleich aus anderen Gründen, als es die Verantwortlichen und Fans gerne hätten. Einen Abstieg kann sich theoretisch niemand vorstellen, er ist aber im Bereich des Möglichen. Mit Kevin Kampl (aus Salzburg) soll einiges besser werden.

 

SC Freiburg

Nur ein Blackout von Torwart Roman Bürki in letzter Hinrunden-Minute ließ die Breisgauer auf dem letzten Platz überwintern. Scheinbar gibt es an der Dreisam ein Konzentrationsdefizit, Last-Minute-Gegentore verfolgen den Sport-Club. Rettung oder 2. Liga, das ist hier die Frage.