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Oh, Arsène. Eine große Ära im Weltfußball neigt sich mit rasanter Geschwindigkeit ihrem Ende. Auch im Achtelfinal-Rückspiel musste Arsenal in der Champions League eine 1:5-Klatsche gegen Bayern München ertragen, wodurch (Noch-)Trainer Arsène Wenger kaum noch Argumente hat. Der Elsässer brachte die „Kanoniere“ wiederholt in die Champions League, schied dort zugleich zum siebenten (!) Mal in Folge im Achtelfinale aus. International sind die Londoner ein Leichtgewicht und auch in der Premier League liegt der letzte Titel dreizehn Jahre zurück. Wenger investiert bisweilen mutig (Özil, Xhaka, Sanchez), vertraut aber zumeist französischen Landsleuten, treuen Schülern und technisch starken Schöngeistern. Richtige Gewinnertypen sind und waren rat gesät im Arsenal-Kader, die Balance stimmt aktuell absolut nicht. Am Dienstagabend demonstrierten einige Fans sogar gegen einen neuen Vertrag für den Dauertrainer. Einzig im FA Cup kann Arsenal in der aktuellen Saison noch einen Titel holen. Ein Klub mit diesen wirtschaftlichen Möglichkeiten, dem Standort London und der famosen Historie müsste dauerhaft ganz oben in der Spitze mitmischen. Inzwischen ist selbst Erzrivale Tottenham stärker – etwas Schlimmeres gibt es für den rot-weißen Anhang nicht. Wengers Tage scheinen gezählt.