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Bayern München gegen Borussia Dortmund – das nationale Überduell der letzten Jahre findet am Wochenende unter geänderten Voraussetzungen statt.

14 Punkte und ebenso viele Tabellenplätze trennen die beiden Rivalen derzeit in der Bundesliga voneinander. Sechs von neun Spielen verloren die Dortmunder bislang. Keine Mannschaft weist mehr Niederlagen auf. Hingegen thronen die Münchener mit 21 Zählern an der Tabellenspitze, vier Punkte vor der anderen, bislang deutlich stärkeren Borussia aus Mönchengladbach. Zur Topspiel-Uhrzeit (18:30) empfängt der FC Bayern die Elf von Jürgen Klopp in der Allianz-Arena. Immerhin verlor Dortmund keinen der letzten vier Ligaauftritte in München, doch wird dies den angeschlagenen Westfalen helfen?

Lewandowski kaum zu ersetzen

Die Buchmacher zahlen für einen Auswärtssieg das Sechs- bis Siebenfache des Einsatzes, kein einziger Klub kann am anstehenden Wochenende mit einer ähnlichen Quote dienen. Passiert nichts Unwahrscheinliches, dürfte sich der neue Arbeitgeber von Robert Lewandowski auch durchsetzen. Zwar trumpfte der BVB in der Champions League groß auf, kam unter der Woche auch im DFB-Pokal eine Runde weiter. In der derzeitigen Verfassung scheinen die Bayern freilich eine Nummer zu groß. Stichwort „Geschichten, die nur der Fußball schreibt“: Wir gehen einfach mal davon aus, dass Lewandowski gegen seinen Ex-Klub treffen wird. Den Weggang eines der weltbesten Stürmer konnte Dortmund erwartungsgemäß nicht kompensieren – und wird es auch in Zukunft kaum vollbringen. Pierre-Emerick Aubameyang, Ciro Immobile und Adrian Ramos sind alle für sich überdurchschnittliche Könner, von der Klasse des Polen jedoch einige Kategorien entfernt. Jüngst hinterfragte TV-Experte Oliver Kahn, bekanntlich kein Klopp-Freund, den Sinn des Immobile-Transfers in aller Öffentlichkeit.

 Calhanoglu im Fokus

Neben dem eigentlichen Topspiel und dem Thema Lewandowski beschäftigt ein anderer Profi, der auf seinen früheren Verein trifft, die Fußballfans. Noch ist unklar, ob Hakan Calhanoglu am Samstag in Hamburg mit seinem neuen Klub Bayer Leverkusen wird auflaufen können. Eine Fußverletzung bremste den Superschützen im Pokalspiel beim 1. FC Magdeburg. Leverkusen kam nur mit Glück weiter, ein Unterschied zwischen dem Bundes- und dem Regionalligisten war nur in Nuancen auszumachen. Calhanoglu traf per direktem Freistoß (wie sonst?) zum 1:0, wurde zur Halbzeit allerdings ausgewechselt. Im Sommer war er nach einer mysteriösen Krankschreibung unter viel Tamtam von der Elbe an den Rhein gewechselt. Spielt er am Wochenende, erwartet ihn das Pfeifkonzert seines Lebens. Einige HSV-Fans halten die Verletzung nur für einen Vorwand, doch Bayer-Trainer Roger Schmidt bekräftigte, sein türkischer Edeltechniker wolle unbedingt auflaufen.

Seine Bundesliga-Premiere als Cheftrainer feiert Viktor Skripnik. Mit Co-Trainer Torsten Frings will der Ukrainer Werder Bremen endlich zum ersten Sieg der Saison führen. Ob dies bei den zu Hause noch ungeschlagenen Mainzern klappt, wissen wir am Sonnabend gegen 17:20 Uhr. Immerhin kamen die Grün-Weißen im ersten Spiel nach der Ära Robin Dutt im Pokal beim Chemnitzer FC weiter.