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Wer braucht eigentlich eine internationale Superliga, wenn die einheimischen Meisterschaften so aufregend sind wie zurzeit und es dazu auch noch die wunderbare Champions League gibt? Und auch die Europa League macht Spaß, selbst wenn angesichts so vieler Gruppen die Übersicht teilweise flöten geht. Nehmen wir nur das vergangene Wochenende. Dortmund gegen Bayern (1:0), Atletico gegen Real Madrid (0:3), Manchester United gegen Arsenal (1:1), Milan gegen Inter (2:2): Dies sind nur einige der Paarungen gewesen und bis auf den AC Mailand sehen wir alle genannten Klubs im Verlauf der Woche im Europapokal. Cristiano Ronaldo, der Held von Madrid mit drei Derby-Toren, reist dabei mit den Königlichen zu seinem Ex-Verein Sporting nach Portugal. Dortmund und Bayern sind schon durch, nehmen eher Verwaltungsaufgaben gegen Legia Warschau und FK Rostov wahr, während etwa Manchester United und Inter Mailand im für sie ungeliebten kleineren Wettbewerb, der Europa League, antreten müssen. Pläne einer aus China, der Golfregion oder den USA finanzierten Liga mit den prominentesten Vereinen Europas sollten zu den Akten gelegt werden. Vielleicht gefällt die Idee jemandem in Shanghai oder New York, doch mit der Fußballrealität haben sie wenig zu tun und dürften von der Mehrzahl der Fans für abtrus befunden werden.