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Deutschland ist komfortabel durch das EM-Achtelfinale gegen die Slowakei (3:0) gerollt, auch nach fünf Partien musste Manuel Neuer noch kein einziges Mal hinter sich greifen. In der kommenden Runde wartet aber ein echtes Schwergewicht, an welchenves bei den jüngsten Turnieren keine guten Erinnerungen gibt. Der gar nicht so geheime Geheimfavorit Belgien scheint rechtzeitig zu voller Stärke wiedergefunden zu haben und schickte die Ungarn gleich mit 4:0 nach Hause.

Dennoch müssen wir über Lionel Messi sprechen. Der argentinische Weltstar, unbestritten der beste aktuelle Spieler der Welt, hat am Sonntag sein letztes Länderspiel bestritten. Nach 2014 (WM), 2015 (Copa America) verlor die „Albiceleste“ im dritten Jahr in Serie ein wichtiges Endspiel. Bei der Copa Centenario in den USA ging es einmal mehr im Elfmeterschießen gegen Chile, wie schon 2015, schief. Ausgerechnet Messi beförderte den ersten Strafstoß für die Argentinier über die Querlatte. 0:0 hatte es nach 120 Minuten geheißen, wie 2014 in Rio de Janeiro gegen Deutschland hatte Gonzalo Higuain während der regulären Spielzeit eine famose Chance vergeben.

Messis Rücktritt ist eine Sensation und viele Fans hoffen, dass es sich ihr Idol doch noch irgendwann anders überlegt. Mit der Nationalmannschaft bleibt der Dribbler, der außer in seiner Kindheit nie in Argentinien bei einem Klub gespielt hat, unvollendet. Manch einer erkennt in Messi eher einen Katalanen. Titel um Titel reihte er mit dem FC Barcelona aneinander, freilich mit der Landesauswahl sollte es nicht klappen. Zuletzt gewannen die Südamerikaner 1993 eine Trophäe: die Copa America.