Facebooktwittergoogle_plus

Er ist ein Star in den sozialen Netzwerken, er lebt ein Leben wie ein Fußballer in den 70ern und seine Anhänger nennen ihn ehrfürchtig „Lord“. Einzig mit dem Torfschießen, seiner zentralen Aufgabe, wollte es in den letzten Jahren nicht mehr so recht klappen. Die Rede ist von Nicklas Bendtner. 

Am Samstagabend hatte der Däne freilich seinen großen Auftritt. Erst rettete er seinen VfL Wolfsburg mit einem Tor zum 1:1 in die Verlängerung, um schließlich im Elfmeterschießen das Supercup-Finale zugunsten der Niedersachsen zu entscheiden. Dem FC Bayern blieb nur die Rolle des zweiten Siegers, wenngleich die Bedeutung des nur auf dem Papier als Pflichtspiel geltenden Duells zwischen Pokalsieger und Meister in Frage gestellt werden darf.

Für Bendtner, der gerne im feinen Zwirn, mit coolen Sonnenbrillen oder als selbst ernannter Bond-Bösewicht posiert, war es dennoch ein großer Abend. Bislang holperte es in Wolfsburg manches Mal, Verspätungen und fragwürdige Krankmeldungen haben in der VfL-Chefetage wenig Begeisterung entfacht. Die bald beginnende Saison ist die letzte Chance des Dänen. Zumindest auf dem grünen Rasen. Abseits davon kann er sich über glänzende Perspektiven als Show- und Lebemann verlassen.