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Jakub „Kuba“ Blaszczykowski hat es treffend zusammengefasst: „Fußball ohne Fans ist kein Fußball.“ Der in Dortmund immer noch äußerst beliebte Pole trat mit seinem neuen Arbeitgeber VfL Wolfsburg im Westfalenstadion an, musste jedoch bei seiner offiziellen Verabschiedung vom BVB auf einige tausend applaudierende Hände verzichten. Infolge der Transparente beim Leipzig-Spiel sperrte der DFB die mächtige Südtribüne, 25.000 Fans mussten sich einen alternativen Platz suchen oder draußen bleiben. Die Ultras wechselten einfach in den eigentlichen Gästeblock, der wegen geringer Nachfrage aus Niedersachsen ohnehin verlegt wurde.

Einen Effekt, geschweige denn einen erzieherischen, hat die Sanktion durch den Verband kaum. Schaden trägt vor allem der Fußball an sich und auch die Marke Bundesliga. Eine weltweite TV-Übertragung mit den grauen, kahlen und leeren Stehtraversen vermittelt den Eindruck, irgendetwas stimme nicht im deutschen Sport. Beleidigungen und vor allem Gewalttaten sind natürlich strafrechtlich zu belangen, mit den unsensiblen Kollektivstrafen erreicht der DFB aber eher gar nichts. Wer wie am Samstag in Dortmund unbedingt ins Stadion möchte, findet einen Weg. Es ist eine Illusion, dass sich unangepasste Ultras durch derartige Urteile des Verbands mäßigen lassen. Eine zweistellige Anzahl an „Störern“ wurde ermittelt, büßen mussten fast 25.000 Menschen. Wir meinen: Kollektivstrafen abschaffen und dadurch den Fußball schützen. Denn wie sagte noch einmal „Kuba“…