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40 Mannschaften bei einer WM sind FIFA-Präsident Gianni Infantino nicht genug. Der Schweizer möchte das Turnier direkt auf 48 Teilnehmer aufblähen. 32 Mannschaften sollen in einer K.o.-Runde zu Beginn (!) der Weltmeisterschaft gegeneinander antreten, um dann mit den 16 fest stehenden Teilnehmern das 32-köpfige Feld zu bilden. 16 Spielen kämen also hinzu und würden die Zahl der WM-Partien auf 80 erhöhen. Mehr Fernsehgeld, mehr Ticketverkäufe, mehr Stimmen aus den „kleinen“ Verbänden. So die Rechnung Infantinos. Protest regt sich aber erwartungsgemäß in Europa. Sollen also Länder, die sich für die WM qualifiziert haben, gegebenenfalls nach nur einer Partie wieder abreisen müssen? Bislang hatte jeder Qualifikant immerhin drei Spiele garantiert. Und nach welchem Prinzip sollen die 16 festen Teilnehmer ermittelt werden? Nach der FIFA-Weltrangliste, mit der kaum jemand etwas anfangen kann? Nach den Ergebnissen in der Qualifikation? Und wie wird zwischen den Kontinentalverbänden das Ganze geregelt? Wir meinen: Wieso soll man ein Turnier ändern, das an Transparenz und Logik kaum mehr bieten kann? Doch Infantino will mehr. Mehr Länder und mehr Einnahmen.