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Foul im Strafraum, der Schiedsrichter zeigt auf den Elfmeterpunkt und schickt den Schuldigen mit Rot vom Platz. Hinterher wird dieser noch für mindestens eine Partie gesperrt. So sieht das Szenario zurzeit aus und wenn es nach dem für das Regelwerk verantwortliche Gremium IFAB (International Football Association Board) geht, in dem vier Vertreter der britischen Verbände sowie vier FIFA-Repräsentanten sitzen, könnte die Dreifachbestrafung in Kürze der Vergangenheit angehören.

Am 19. März tagt das Exekutivkomitee der FIFA und dürfte deny Vorschlag des IFAB in die Tat umsetzen. Freilich geht die Reform manchem nicht weit genug. Die UEFA hatte den Antrag gestellt, die Rote durch eine Gelbe Karte zu ersetzen, doch dieses wurde vom IFAB abgelehnt. So mag zwar die anschließende Sperre wegfallen, doch in einem laufenden Spiel kann sich die betroffene Mannschaft hiervon nichts kaufen. Mancher Platzverweis nach einem harmlosen Foul im Strafraum erscheint vielen Fans und Experten zu hart. Zumal die vereitelte Torchance durch den fälligen Elfmeter (75% werden verwandelt) wieder angeboten wird. Mutmaßlich wird die Regeländerung bereits zur Saison 2015/16 in Kraft treten.

Ein besonders strenges Urteil fällte derweil der DFB im Fall der Rangelei zwischen Hannover-96-Kapitän Lars Stindl und Martin Harnik vom VfB Stuttgart. Stindl sah erst für ein Handspiel Gelb, ging dann den Österreicher an und wurde mit Gelb-Rot vom Feld geschickt. Da er anschließend auch noch abfällige Worte über das Schiedsrichtergespann fallen ließ, entschied sich der DFB, die Sperre zu verdoppeln und Stindl für zwei Partien aus dem Verkehr zu ziehen. Zusätzlich muss der Mittelfeldakteur 10.000 Euro Geldstrafe zahlen. Harnik ging direkt mit Rot runter, da er Stindl geschubst hatte, und wird ebenso zwei Wochenenden aussetzen müssen.