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Drittes Spiel, dritter Sieg, dritter Abend ohne Gegentor für Manuel Neuer. In der WM-Qualifikation läuft es wie am Schnürchen für die deutsche Nationalmannschaft. Sportlich dürfte wenig schief laufen in einer komfortablen Gruppe. Beim Drumherum ist aber freilich noch Luft nach oben. Ausverkauft war die als Niedersachsenstadion bekannte Spielstätte von Hannover 96 am Dienstagabend nicht, was nicht nur am Dauerregen gelegen haben dürfte. Länderspiele sind zu merkwürdigen Veranstaltungen geworden, die vor allem von nicht-regelmäßigen Stadiongängern besucht weden. Natürlich sind auch vor allem Kinder und Jugendliche heiß darauf, im Ausland beschäftigte Superstars wie Toni Kroos, Mesut Özil oder eben den genannten Neuer und seine Kollegen von Bayern München wie Jerome Boateng oder Thomas Müller zu sehen. Durch das bunt gemischte Publikum kann selbstredend nicht eine dynamische Atmosphäre wie bei Ligaspielen entstehen, die in der Regel von Stammbesuchern verfolgt werden, die die Abläufe genau kennen. Ohnehin legen sich viele Fans eher für einen Klub als für eine Nationalmannschaft ins Zeug, vor allem in Deutschland. So war in Hannover der Stimmungskern im Gästeblock zu finden. Die Nordiren sangen fröhlich und motiviert und verzichteten natürlich nicht auf ihren Hit: „Will Grigg’s On Fire“. Der Stürmer stand freilich nicht einmal im Kader, was die deutschen Zuschauer nicht daran hinderte, in den Gesang, primär per In-die-Hände-Klatschen, einzustimmen. Eine merkwürdige Atmosphäre. Was zählt, ist ohnehin auf dem Platz beziehungsweise in der Tabelle. Und dort gibt es keinerlei Sorgen für den DFB.