Facebooktwittergoogle_plus

Viel deutet auf ein neuerliches Duell zwischen Rot-Weiß und Schwarz-Gelb hin. Eingreifen möchten Leverkusen und Schalke.

Pep Guardiola hier, Pep da, Pep überall: Seit Wochen dominiert der neue katalonische Übungsleiter des FC Bayern München, bürgerlich auf den Vornamen Josep getauft und einsatz- wie frisurentechnisch ganz nah bei Sportdirektor Matthias Sammer, die hiesige Fußballszene. Das ohnehin immense Interesse am Renommierklub aus dem Süden scheint gar noch einmal steigerungsfähig. Trost für die Mitbewerber: Noch besser als im Vorjahr kann Bayern kaum spielen und außerdem sind selbst sie schlagbar, siehe Supercup in Dortmund (2:4).

In ihrer 51. Saison steuert die Bundesliga allem Anschein nach auf ein neuerliches Duell um die Spitze zwischen Rot-Weiß und Schwarz-Gelb zu. Mit dem ausgerechnet vom BVB abgeworbenen Mario Götze und Guardiolas Favort Thiago (FC Barcelona) hat der Rekordmeister sein ohnehin grandioses Mittelfeld noch einmal veredelt. Rivale Dortmund hält mit den Neuen Sokratis (Abwehr, Bremen), Henrikh Mkhitaryan (Mittelfeld, Schachtjor Donezk) und Pierre-Emerick Aubameyang (Sturm, AS Saint-Etienne) dagegen.

Bayern: Nichts blieb mehr gleich

Auf ein paar Sandkörner im Getriebe des dreifachen Triumphators aus der Vorsaison darf die Dortmunder Konkurrenz aus durchaus realistischen Gründen hoffen. System, Taktik und Training hat Guardiola komplett auf den Kopf gestellt, nach Jupp Heynckes’ Abschied blieb kein Stein mehr auf dem anderen. Dass es von heute auf morgen vollkommen rund laufen wird, erwartet selbst in München kaum jemand. In Dortmund, wo die „Wunde“ Götze verheilt zu sein scheint, lauert man jedenfalls auf die Chance.

Zugetraut, in die Phalanx der Champions-League-Finalisten einzubrechen, wird einzig Bayer Leverkusen und dem FC Schalke 04. Beide Westklubs haben sich sinnvoll verstärkt. Leverkusens Königstransfer heißt Heung-Min Son (HSV). Der Koreaner soll den für 30 Millionen Euro zu Chelsea abgewanderten Flügelflitzer André Schürrle vergessen machen. Schalke wartet mit zwei Spitzenkönnern aus der 2. Liga auf: Christian Clemens kam aus Köln, Leon Goretzka aus Bochum. Zudem entschied sich das Mittelfeld-Juwel Julian Draxler gegen einen lukrativen Wechsel ins Ausland und bleibt den „Knappen“ noch mindestens eine Saison erhalten.

Kann Braunschweig den 18. Platz abwenden?

Interessant zu beobachten wird sein, wie die international eher unerfahrenen Kader von Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg die Doppelbelastung aus Bundesliga und Europa League verarbeiten. Nach 28-jähriger Abstinenz ist mit Eintracht Braunschweig ein Klub zurückgekehrt, dessen Stadion und Anhang wie aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen. Für die Niedersachsen gilt es, „Fürth II“ zu verhindern. Angesichts des – zumindest auf dem Papier –qualitativ bescheidenen Kaders dürfte selbst der 17. Tabellenplatz in der Endabrechnung als Erfolg gewertet werden.

Neben Neuregelungen beim dauerpräsenten Streitthema „passives Abseits“ führte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) zur Saison 2013/14 zudem vor jeder Begegnung ein obligatorisches, kollektives Händeschütteln getreu internationalem Vorbild ein. Die ganz große Bühne für diesen Brauch bietet sich zumindest den startberechtigten Nationalspielern einige Wochen nach dem 34. Spieltag in Brasilien. Denn nach der Bundesliga ist in dieser Saison vor der WM.