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Durchaus hart zur Sache ging es am vergangenen Wochenende im deutschen Profifußball. „Opfer“, kleinere und größere, gab es gleich mehrfach zu beklagen.

Als da wäre Hennes, seines Zeichens Maskottchen des 1. FC Köln. Nach seinem Treffer gegen Eintracht Frankfurt packte FC-Stürmer Anthony Ujah das Tier im wahrsten Sinne des Wortes bei den Hörnern und hob es sogar hoch. Ob Hennes damit einverstanden war? Wir glauben kaum. Zugleich ist Ujahs Euphorie verständlich, schossen die Kölner beim 4:2 fast so viele Tore wie zuvor in allen Heimspielen zusammen.

Hart getroffen wurde auch Robert Lewandowski. Freilich war der Tritt des Hannoveraners Marcelo mitnichten mit einem Elfmeter zu ahnden, sondern vielmehr hätte es Freistoß für 96 geben müssen wegen gefährlichen Spiels des Bayern-Stürmers. Lewandowski war das natürlich egal. Den fälligen Elfer verwandelte Thomas Müller. Genauso falsch war die Entscheidung von Referee Tobias Welz vor dem ersten Tor des FCB. David Alaba wurde von Joao Pereira mitnichten gefoult, doch den anschließenden Freistoß brachte Xabi Alonso im Kasten unter. Am Ende hieß es 3:1 für die Münchener.

Auf die harte Tour versuchte es auch der Hamburger SV gegen Borussia Dortmund. Immerhin sprang für den Bundesliga-Dino ein 0:0 heraus. Den vollen Zorn von BVB-Coach Jürgen Klopp „verdiente“ sich HSV-Rückkehrer Valon Behrami, der in der Anfangsphase der Partie den Dortmunder Henrikh Mkhitaryan übel mit dem Ellbogen bearbeitete. Dafür gab es nicht einmal die Gelbe Karte.

Für die brutalste Aktion des Wochenendes zeichnete derweil ein Zweitligaprofi verantwortlich. Armando Cooper haute beim (End-)Stand von 2:0 für seinen FC St. Pauli in Braunschweig Eintracht-Spieler Vegar Eggen Hedenstad derart rüde mit dem Ellbogen, dass es einem schon beim Zuschauen Phantomschmerzen bereitete. Auch hier gab es nicht einmal eine Verwarnung. Kurios eine Szene aus Aalen: Beim Duell des VfR gegen Greuther Fürth (1:1) wurde der Schiedsrichterassistenz frontal vom Ball getroffen und musste mit Nasenbluten behandelt werden.