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Es ist eine bewegte Geschichte und heute wird der Abschluss geschrieben. Zum letzten Mal trifft Jürgen Klopp als Trainer von Borussia Dortmund auf den ewigen Rivalen Bayern München. Nach Meistertiteln 2011 und 2012 sowie dem Pokalsieg 2012, die der BVB dem FCB wegschnappte, drehten die Süddeutschen auf und eroberten den Thron im deutschen Profifußball zurück.

Der zentrale Wendepunkt war vermutlich das Champions-League-Finale von 2013, das erstmals in der Historie von zwei Bundesligisten bestritten wurde. Im Wembley-Stadion besiegelte ein Tor von Arjen Robben den Triumph der Bayern. Torschütze auf Dortmunder Seite: Ilkay Gündogan. Am deutschen Nationalspieler, der noch bis 2016 in Westfalen unter Vertrag steht, sollen die Münchener stark interessiert sein. Nach Mario Götze und Robert Lewandowski könnte Gündogan der dritte BVB-Star sein, der innerhalb kürzester Zeit den direkten Wechsel wagt. Es sollen aber auch die üblichen Verdächtigen aus dem Ausland wie Real Madrid und Manchester United mitbieten.

Oder ist das Ganze nur ein kleines, aus der Säbener Straße lanciertes Störmanöver vor dem Halbfinale im DFB-Pokal? Jedenfalls klingt das heutige Spiel (Anstoß 20:30 Uhr, live auf Sky und in der ARD) wie ein vorgezogenes Finale und dürfte durch Klopps bevorstehenden Abgang im Sommer eine besondere Note tragen. Morgen kommt es zum Vergleich zwischen Drittligist Arminia Bielefeld und dem VfL Wolfsburg.

Kuriose Züge nahm die gestrige Pressekonferenz des BVB an. Klopp bekräftigte allen Ernstes, nicht fremdgegangen und nicht zu Hause bei Ehefrau Ulla rausgeflogen zu sein. Seiner Gattin machte er gar eine Liebeserklärung vor den Journalisten. Angeblich hätte es zuletzt derartige Gerüchte gegeben, die die Borussia laut Pressesprecher „proaktiv aus der Welt schaffen“ wollte. Nicht wenige fragen sich, ob durch diese Offensive aus dem Privatleben des Trainers das Thema nicht erst aufs Tableau gehoben wurde. Oder ist das auch nur ein Störmanöver, wenngleich etwas seltsamer Art?